Weihnachtsgruß des Ersten Bürgermeisters

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr 2011 neigt sich dem Ende zu, Weihnachten und der Jahreswechsel stehen vor der Tür. Wir freuen uns auf Feiern im Familien- und Freundeskreis, auf ein paar freie Tage ohne Hektik und Alltagsstress.

Die geruhsame Zeit zwischen den Jahren lädt dazu ein, das ablaufende Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen sowie erste Pläne für das neue Jahr zu schmieden. Viele Menschen ziehen eine persönliche Bilanz, viele blicken auf die politischen Ereignisse der letzten Monate zurück.

2011, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, war ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen. Bei uns in Wiesau und in aller Welt ist viel geschehen, was uns stark bewegte oder Betroffenheit auslöste.

Trotz wiederum leicht rückläufiger Einwohnerzahlen in Wiesau (Stand 30.6.2011: 4098) ist es gelungen, viele Maßnahmen zur Sicherung und zum Ausbau unserer kommunalen Infrastruktur durchzuführen. Bei einem Gesamthaushaltsvolumen von rund 8 Millionen Euro konnten heuer immerhin wieder fast 2 Millionen Euro in gemeindlichen Maßnahmen investiert werden, so z.B. der Abbruch des Anwesens Hauptstraße 8 (Neuanlage eines Parkplatzes und Straßenverbindung Schulstraße/Hauptstraße), Ankauf eines Ersatzfahrzeuges für unser Wasserwerk, Aufbringung von Fräsgut im Tulpenweg, Teil Goethestraße, Leugas beim Pechofen; Einbau von Druckminderschächten in Schönhaid und Leugas; künstlerische Gestaltung des Innenraums beim Kreisverkehr (Kosten werden über Sponsoring abgedeckt); Asphaltdeckensanierung Gemeindeverbindungsstraße Wiesau Richtung Triebendorf/Hechtmühle; Verbesserung der Straßenbeleuchtung (neue Lampen: Radwegüberführung Umgehungsstraße, Kreisverkehr, Breslauer Straße); Rathaus, barrierefreies Büro (derzeit fehlt noch behintertengerechte Türe, wird demnächst geliefert); Schulstraße und Kreuzungsbereich Friedenfelser Straße fertiggestellt; Neuvermessung im Bereich Kreuzberg; Neuaufsandung des Marktplatzes; Erneuerung der Beleuchtungsanlage Büros Rathaus; Fertigstellung des Vizinalbahnradwegs bis Bärnau und Fertigstellung des Radwegs rund um den Steinwald; Erstellung Windenergiekonzept und Beitritt zur Energiegesellschaft mit den benachbarten Gemeinden; neuen Nahwärmekonzept für den Bereich Marktplatz Richtung Kirchplatz/Schule; Fortsetzung Dorferneurung Schönhaid mit Gestaltung Dorfplatz sowie möglichen Ausbau Finsterweg zur Kipp usw. uns so fort. Wir hoffen, auch 2012 verschiedene Maßnahmen neu beginnen zu können, bzw. laufende Maßnahmen abzuschließen.

Für Deutschland war es ein Jahr mit vielen Landtags- und Kommunalwahlen. 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ist es im März dieses Jahres erneut zu einer Havarie in einem japanischen Kernkraftwerk gekommen. Diese Havarie veranlasste die Bundesregierung, die Laufzeitverlängerung für unsere Atomktraftwerke zurückzunehmen und bis 2022 aus der Atomenergie auszusteigen. Die Energiewende, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ist eine der Entscheidungen von 2011, die unser Land spürbar verändert. 

Auch wir haben uns aufgemacht, Energiealternativen für Wiesau anzubieten.

Kommune heißt Gemeinschaft, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, sie funktioniert am besten, wenn sich viele daran beteiligen, ihre Gemeinde für die Bewohnerinnen und Bewohner attraktiv zu machen beziehungsweise zu halten. Deshalb bin ich froh, dass es in Weisau viele Menschen gibt, die sich für das Gemeinwesen oder für andere einsetzen. Dies merkt man gerade in Notsituationen wie den Brandkatasrophen, die über zwei Familien in Kornthan und jüngst über eine Familie in Wiesau hereingebrochen sind.

Dank zum Jahresausklang auch an alle, die sich um Bedürftige, Kranke und behinderte Mitmenschen kümmern und unsere Vereine am Laufen halten. Unsere mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmer zeigen sich ebenfalls unserer Heimatgemeinde verbunden und unterstützen uns mit Sponsoring und Spenden.

Danken möchte ich last but not least auch Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, für das entgegengebrachte Vertrauen und die konstruktiven Anregungen und Kritik, die Sie der Arbeit des Bürgermeisters und des Gemeinderats sowie unseren Gemeindebediesteten 2011 entgegengebracht haben.

Niemand weiß, was die Zukunft bringt, aber wir können doch mit Zuversicht ins neue Jahr gehen. Ich wünsche Ihnen mit einem kleinen Gedicht schöne Weihnachtsfeiertage sowie alles Gute für 2012:

Ich wünsche mir...

Ich wünsche mir in diesem Jahr
mal Weihnacht wie sie früher war.
Kein Hetzen zur Bescherung hin,
kein Schenken ohne Herz und Sinn.

Ich wünsch' mir eine stille Nacht,
frostklirrend und mit weißer Pracht.
Ich wünsche mir ein kleines Stück
von warmer Menschlichkeit zurück.

Ich wünsche mir in diesem Jahr
'ne Weihnacht, wie als Kind sie war.
Es war einmal, schon lang ist's her,
da war so wenig so viel mehr.

Herzlichst

Ihr 

Toni Dutz
Erster Bürgermeister und Bezirksrat

 

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